14. Juni 2018

Trauer

Ich hänge fest. 
Ich hänge in einer Schleife voller Trauer fest.
In Phasen einer Depression empfinde ich meist nichts. 
Nur Leere in einem dunklem Hohlraum. 

Doch dieses mal ist es anders. 
Ich konnte es lange nicht erfassen, doch nun kann ich es spüren. 
Ich bin unfassbar traurig. 
Trauer steckt in jeder Pore meines Körpers. 

Ich habe das Gefühl das alle vergangenen Ereignisse so schnell aufeinander folgten, das das eine das andere ablöste, bevor ich richtig mit ihr abschließen konnte. 

Und nun, in einer Zeit der Ruhe überkommt mich all die nicht gefühlte und ausgelebte Trauer auf einen Schlag. 
Sie schmerzt, lähmt mich fast und nimmt mir die Luft zum atmen und die Fähigkeit klar zu denken. Ich möchte sie bewältigen, diese Traurigkeit, doch ich finde keinen Zugang zu ihr. 
Noch nicht.  
Ich bin auf der Suche. 

11. März 2018

Kampf


Jeden Tag diese tiefe Traurigkeit, Zweifel, Fragen, Ängste und Unsicherheit.
Es gibt Tage an denen kann ich sie ignorieren und sie laufen neben mir her, beeinflussen aber nicht meinen Alltag. Doch an den anderen Tagen liegen sie über mir, diese Gefühle und lasten schwer auf meinen Schultern.
Sie ziehen an meinen Füßen wie schwere Kugeln die an mich gefesselt sind. Ich versuche sie zu durchtrennen, diese Ketten, die mir das Leben oft so erschweren.
Ich sitze da und schaue ins Leere. Und ich empfinde auch so, einfach nur eine Leere die mich und meine Gedanken umhüllt.
Es macht mich traurig, denn im Grunde möchte ich einfach nur da sein, da sein für mich und meine Kinder. Ich halte sie an, die Luft zum Atmen und merke es oft gar nicht. Dann werde ich für einen kurzen Moment wach und hole tief Luft.

Ich fühle mich hilflos, machtlos und ausgeliefert.
Es ist gerade ein täglicher Kampf, der Kampf ums überleben.
So und nun gehe ich da raus, auf ein neues und kämpfe für euch, denn ihr seid meine Liebe, meine Motivation.
(28.02.18)

12. Januar 2018

Abschied

Morgen ist es soweit, ich muss Abschied nehmen.
Jede Pore in mir wehrt sich gegen diesen Gedanken.
Ich bin noch nicht soweit.
Du bist noch zu real. 
Ich kann dich noch riechen und wenn ich ganz fest meine Augen schließe kann ich mich noch an unsere Umarmungen erinnern und wie du dich anfühlst.
Ich wünschte so sehr das ich das noch einmal könnte.
Dich umarmen, fühlen und dir sagen wieviel du mir bedeutest.
Ich bin dankbar für die Zeit die wir hatten, auch wenn es nicht immer einfach mit dir war.
Am Ende waren wir -wir.
Du fehlst mir so unfassbar.
Ich hoffe dir geht es nun gut, wo auch immer du bist und kannst mit dir Frieden schließen. 

In Liebe deine Tochter