6. Februar 2020

Hoppala...

"Hoppala"
Das war eines der ersten Wörter die ich raus brachte, nachdem meine Freundin mit viel zu schneller Geschwindigkeit über die Autobahn zu mir fuhr, um mir zu helfen.
Wobei zu helfen?
Beim Aufstehen und verlassen eines Raumes.

Es ist Dienstag der 4. Februar:

Meine Kinder sind nach einer längeren Pause endlich wieder beide im Kindergarten und ich möchte diese Gelegenheit für mich nutzen. Zeit nur für mich:
Gemütlich durch das Einkaufszentrum spazieren und bevor ich die Kinder wieder abhole etwas Essen.
Das war mein Plan.
Was daraus geworden ist?

Folgende Nachricht an meine Freundin:


Was passiert ist? 


Was ich sagen möchte? 
Eigentlich kann ich mich mittlerweile wirklich gut einschätzen und weiß das ich an manchen Tagen eben nicht in Kaufhäuser gehen sollte. 
Aber: Ja, es kann trotzdem noch mal passieren. 
Und auch wenn es passiert, es geht vorüber und irgendwie weiter. 


18. November 2019

Antidepressiva

Ich bin jetzt seit fast einem Monat ohne Antidepressiva. 
Ich kann mich gar nicht mehr genau daran erinnern, wann ich mit meinem ersten Antidepressiva begonnen habe. 
Aber ich habe über zehn Jahre immer irgendein Medikament genommen. 
Die ersten Jahre immer das selbe und später habe ich dann immer mal ein anderes ausprobiert.
Das letzte, das ich genommen habe hat meine Angstzustände stetig wachsen lassen und ich hatte zum Schluss das erste Mal seit dem ich Antidepressiva nehme das Gefühl einer Wesensveränderung. 
Ich hatte nicht mehr das Gefühl ich selbst zu sein. 

Nun hatte ich mich dazu entschlossen das Medikament wieder abzusetzen und bin tatsächlich das erste Mal nach den ganzen Jahren ohne Antidepressiva.
Mein Psychiater und ich haben beschlossen bis zum Januar zu warten und zu schauen, wie es mir ohne Medikament geht. 

Ich habe gerade tatsächlich ein ziemlich gutes Gefühl.
Ich bereue niemals auch nur einen Tag mit Medikament, 
aber es fühlt sich sehr gut an, zu wissen das ich gerade keine Unterstützung bekomme und sie auch nicht benötige.