19. Juni 2018

Übergewicht

Ich hänge fest.
Jeder Schritt schmerzt.
Es fühlt sich an als ob mein Körper 300kg schwer wäre.

Ich habe nicht die Kraft diese Masse zu bewegen, sie zieht mich immer wieder zurück.
Es hat sich viel verändert, denn ich kämpfe.
Ich kämpfe anders.
Ich kämpfe wirklich sehr stark und entwickle eine Strategie,
diese Kilos wieder runter zu bekommen.

Ich gebe mich nicht hin, doch es ist wirklich schwer,
da ich die Kraft die ich noch habe in all der Zeit,
die ich mit meinen Kindern verbringe aufbrauche.
Ich kann sie mir nicht sinnvoll einteilen,
denn ich habe jetzt im Gegensatz zu früher Verantwortung.

Ich muss da sein, ich möchte da sein!
Es ist meine größte Angst, das meine Kinder unter diesen Massen leiden müssen.

Es war mir bewusst das so etwas passieren konnte,
doch natürlich hatte ich gehofft das es nicht dazu kommen würde.

14. Juni 2018

Trauer

Ich hänge fest. 
Ich hänge in einer Schleife voller Trauer fest.
In Phasen einer Depression empfinde ich meist nichts. 
Nur Leere in einem dunklem Hohlraum. 

Doch dieses mal ist es anders. 
Ich konnte es lange nicht erfassen, doch nun kann ich es spüren. 
Ich bin unfassbar traurig. 
Trauer steckt in jeder Pore meines Körpers. 

Ich habe das Gefühl das alle vergangenen Ereignisse so schnell aufeinander folgten, das das eine das andere ablöste, bevor ich richtig mit ihr abschließen konnte. 

Und nun, in einer Zeit der Ruhe überkommt mich all die nicht gefühlte und ausgelebte Trauer auf einen Schlag. 
Sie schmerzt, lähmt mich fast und nimmt mir die Luft zum atmen und die Fähigkeit klar zu denken. Ich möchte sie bewältigen, diese Traurigkeit, doch ich finde keinen Zugang zu ihr. 
Noch nicht.  
Ich bin auf der Suche. 

11. März 2018

Kampf


Jeden Tag diese tiefe Traurigkeit, Zweifel, Fragen, Ängste und Unsicherheit.
Es gibt Tage an denen kann ich sie ignorieren und sie laufen neben mir her, beeinflussen aber nicht meinen Alltag. Doch an den anderen Tagen liegen sie über mir, diese Gefühle und lasten schwer auf meinen Schultern.
Sie ziehen an meinen Füßen wie schwere Kugeln die an mich gefesselt sind. Ich versuche sie zu durchtrennen, diese Ketten, die mir das Leben oft so erschweren.
Ich sitze da und schaue ins Leere. Und ich empfinde auch so, einfach nur eine Leere die mich und meine Gedanken umhüllt.
Es macht mich traurig, denn im Grunde möchte ich einfach nur da sein, da sein für mich und meine Kinder. Ich halte sie an, die Luft zum Atmen und merke es oft gar nicht. Dann werde ich für einen kurzen Moment wach und hole tief Luft.

Ich fühle mich hilflos, machtlos und ausgeliefert.
Es ist gerade ein täglicher Kampf, der Kampf ums überleben.
So und nun gehe ich da raus, auf ein neues und kämpfe für euch, denn ihr seid meine Liebe, meine Motivation.
(28.02.18)